Donnerstag, 25. Juni 2020

Orbáns Wahlkampf mit Feindbildern in Ungarn

Ein Hinweis von Marck Reiser

Clemens Verenkotte geht in seinem Beitrag "Orbáns Wahlkampf: Feindbild-Pflege bis zum Schluss" für den Deutschlandfunk (07.04.2018) der Frage nach, welche Strategien Viktor Orbán und die Fidesz-Partei im Vorfeld der Parlamentswahlen in Ungarn 2018 nutzten, um Ressentiments zu verstärken und Feindbilder zu implementieren.

Orbán inszeniert sich demnach symbolträchtig als „Bewahrer der Nation“ und „Garanten der Heimat“. Weil sich die Fidesz-Partei durch eine Wahlniederlage bei einer Bürgermeister-Nachwahl unter Druck gesetzt fühlte, setzte Orbán mehr als sonst auf Polarisierung und Angriff.

Besonders der ungarisch-stämmige US-Milliardär George Soros wurde im Wahlkampf Ziel von antisemitischen Anfeindungen. Orbán unterstellt ihm, er wolle aus eigenem finanziellen Interesse Ungarn in ein Einwanderungsland umformen. In diesem Sinnzusammenhang seien alle innenpolitischen Kontrahenten und Oppositionspolitiker Ungarns „Soros-Söldner“.

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