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Donnerstag, 4. Juni 2026

Einschlägige Literatur bei der bpb

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat in den vergangenen Wochen mehrere für die Themen dieses Blogs einschlägige Bücher ins Programm aufgenommen, die man sich verbilligt bestellen kann (und sollte):

  • Martin Langebach (Hg.) (2026), Deutschlands radikale Rechte 1945 bis 2025 (für 7,50 € bestellbar)
  • Gernot Wolfram (2026), Kampfzone Kultur. Wie uns Populisten verführen (für 5,- € bestellbar)
  • Kolja Möller (2025), Volk und Elite. Eine Gesellschaftstheorie des Populismus (für 5,- € bestellbar)
  • Moritz Fischer (2025), Die Republikaner. Die Geschichte einer rechtsextremen Partei 1983-1994 (für 7,50 € bestellbar)
  • Richard Stöss (2026), Der rechte Rand Europas. Rechtsextremismus und Rechtskonservatismus bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 1979 bis 2024 (für 5,- € bestellbar)

Sonntag, 23. Juni 2024

Lektüreempfehlung zum Thema Antisemitismus

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ 25–26/2024) widmet sich dem Thema Antisemitismus und umfasst folgende Beiträge:

  • [besondere Leseempfehlung:] JAN PHILIPP REEMTSMA:
    ANTISEMITISMUS – WAS GIBT ES DA ZU ERKLÄREN?
    Die Geschichte der Versuche, den Antisemitismus zu „erklären“, ist lang und unübersichtlich – und vergeblich. Letztlich ist er ein Angebot, Mitglied einer internationalen Ressentimentgemeinschaft zu sein und die Schranken der Zivilisation einzureißen.
  • TOM KHALED WÜRDEMANN: ISRAEL UND DER ANTISEMITISMUS
    Seit einigen Jahren läuft eine Kontroverse um zwei Antisemitismusdefinitionen. In historischer Betrachtung haben beide größere Unschärfen, derer man sich bei der Beurteilung politischer Ereignisse und Erscheinungsformen des Antisemitismus bewusst sein sollte.
  • MARINA CHERNIVSKY / FRIEDERIKE LORENZ- SINAI: DER 7. OKTOBER ALS ZÄSUR FÜR JÜDISCHE COMMUNITIES
    Antisemitismus durchdringt das Leben der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden in vielfacher Hinsicht. Dies gilt nochmals verstärkt seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023. Wie haben Jüdinnen und Juden diesen Tag erlebt und welche Bedeutung hat er für sie?
  • SINA ARNOLD / MICHAEL KIEFER: ANTISEMITISMUS IN MUSLIMISCHEN COMMUNITIES UND ANTIMUSLIMISCHER RASSISMUS
    Vorstellungen eines spezifisch „muslimischen Antisemitismus“ bergen die Gefahr einer ungerechtfertigten Pauschalverdächtigung. Sowohl Antisemitismus als auch antimuslimischer Rassismus müssen ernst genommen werden, egal von wem sie ausgehen.
  • DEBORAH SCHNABEL: ANTISEMITISMUS IN DIGITALEN RÄUMEN
    Wer den heutigen Antisemitismus verstehen will, muss sich mit den Logiken, Merkmalen und Wirkweisen unseres postdigitalen Zeitalters auseinandersetzen. Alle bekannten Motive des Antisemitismus tauchen auch im Digitalen auf. Politische Bildung muss sich darauf einstellen.
  • MATTHIAS J. BECKER: ANTISEMITISCHE KOMMUNIKATION IM INTERNATIONALEN VERGLEICH
    Im Forschungsprojekt „Decoding Antisemitism“ wird in den Blick genommen, wie in Kommentaren auf Youtube- und Facebook-Profilen von deutschen, britischen und französischen Medien auf den 7. Oktober 2023 reagiert wurde: vielfach mit antisemitischer Hassrede.
  • NIKLAS FISCHER: ERINNERUNGSKULTURELLE DEUTUNGSKÄMPFE VON RECHTSAUẞEN
    Die Neue Rechte sieht im Holocaust-Gedenken die Ursache einer negativen deutschen Identität, die es durch eine „erinnerungspolitische Wende“ zu überwinden gelte. Sie inszeniert sich als Opfer einer „Zivilreligion“. Antisemitismus verortet sie ausschließlich bei anderen.
  • ALEXANDER ESTIS: SHOAHPPROPRIATION
    Immer wieder wird der sogenannte Judenstern missbraucht, um sich selbst als Opfer zu inszenieren. Diese Aneignung evoziert jedoch nicht nur das eigentliche Vergleichsmoment, das Opfertum, sondern ebenso antisemitisch-verschwörungstheoretische Weltbilder.

Donnerstag, 4. August 2022

AfD und Antisemitismus

In diesem Beitrag stellt Hanna Preiß folgenden Text vor:

Pfahl-Traughber, Armin (2017): Die AfD und der Antisemitismus; Online-Dossier Rechtsextremismus auf der Website der bpb: https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/257899/die-afd-und-der-antisemitismus/.

Armin Pfahl-Traughber setzt sich in seinem Text mit der Frage auseinander, wie die AfD gegenüber Antisemitismus eingestellt ist. Denn „einerseits betonen führende Vertreter der Alternative für Deutschland, die Partei sei pro-israelisch und pro-jüdisch, anderseits sorgen immer wieder Parteimitglieder durch antisemitische Äußerungen für Skandale“.

Dienstag, 26. Juli 2022

Rechtspopulismus in den Niederlanden

In diesem Beitrag stellt Jessica Gußmann folgenden Text vor:

Schweighöfer, Kerstin (2017): Rechtspopulismus in den Niederlanden; Online-Dossier
der Bundeszentrale für politische Bildung, online unter: https://www.bpb.de/themen/parteien/rechtspopulismus/242504/rechtspopulismus-in-den-niederlanden/.

In dem Artikel von Kerstin Schweighöfer geht es um die Entwicklung des Rechtspopulismus von kurz vor der Jahrtausendwende bis zum Jahr 2017. Es wird deutlich, dass sich der Rechtspopulismus in den Niederlanden hauptsächlich durch Islamfeindlichkeit äußert und durch diverse Morde befeuert wurde.

Mittwoch, 1. September 2021

APuZ-Ausgabe zum Thema "Verschwörungstheorien"

Passend und ergänzend zum letzten Posting ("Podcasts zu Verschwörungstheorien") befasst sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ 35-36/2021) mit dem Thema "Verschwörungstheorien" und umfasst folgende Beiträge:

  • Michael Butter: Verschwörungstheorien: Eine Einführung - Verschwörungstheorien gibt es seit der Frühen Neuzeit. War er bis in die 1950er hinein weit verbreitet und akzeptiert, so ist der Verschwörungsglaube heute ein Randphänomen. Daran hat die Pandemie nichts geändert – sie hat ihn nur sichtbarer gemacht.
  • Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey: Sozialer Wandel, Sozialcharakter und Verschwörungsdenken in der Spätmoderne - Die gegenwärtige Konjunktur des Verschwörungsdenkens ist Resultat eines längerfristigen sozialen Wandels zur Spätmoderne. Das spätmoderne Individuum kann sein Leben autonom gestalten, sieht sich aber seiner sozialen Umwelt häufig ohnmächtig gegenüber.
  • Katharina Kleinen-von Königslöw, Gerret von Nordheim: Verschwörungstheorien in sozialen Netzwerken am Beispiel von QAnon - Soziale Netzwerke bieten die ideale Infrastruktur zur Verbreitung von Verschwörungstheorien. Diese diffundieren aus anonymen Imageboards algorithmisch verstärkt in den medialen Mainstream und profitieren dort von der Logik der Aufmerksamkeitsökonomie.
  • Georg Seeßlen: Zwischen Thrill und Paranoia. Verschwörungsfantasmen im Kino (und anderswo) - Man kann das Verschwörungskino mit politischen Krisen in Verbindung bringen. Wo einst Geheimbünde nach Geld oder Macht strebten, sehen wir heute einen globalisierten Verschwörungsbrei, der nach dem letzten trachtet, was uns geblieben ist: unserer Identität.
  • Jan Rathje: "Reichsbürger" und Souveränismus - Die "Reichsbürger" sind erst seit wenigen Jahren einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Ihre Ideologie baut auf einer langen Tradition aus antisemitischen und verschwörungsideologischen Denkmustern auf – und auf ihrer Verbindung mit dem Rechtsextremismus.
  • Samuel Salzborn: Verschwörungsmythen und Antisemitismus - Dass Verschwörungsmythen im Kontext der Corona-Pandemie offen antisemitisch formuliert werden, ist kein Zufall. Seit jeher ist Antisemitismus genauso strukturell verschwörungsmythisch aufgeladen, wie jeder Verschwörungsmythos strukturell antisemitisch ist.
  • Saba-Nur Cheema: Verschwörungserzählungen und politische Bildung - Im digitalen Raum werden Jugendliche früh und intensiv mit Verschwörungserzählungen konfrontiert. Um sie zur politischen Mündigkeit zu befähigen, muss politische Bildung heute auch im Digitalen ansetzen – und dabei klare Kante gegen Antipluralismus zeigen.

Mittwoch, 14. Juli 2021

Geschlechterpolitik von SVP und FPÖ im Vergleich

In diesem Beitrag stellt Simon Casacchia folgenden Aufsatz vor:

Geden, Oliver (2004): Die Männerparteien - Geschlechterpolitische Strategien im österreichischen und schweizerischen Rechtspopulismus; in: Aus Politik und Zeitgeschichte 46/2004, S. 24-30, online unter: https://www.bpb.de/apuz/27985/maennerparteien?p=all.

Geden untersucht in seinem Artikel die Rolle der Geschlechterpolitik innerhalb des Rechtspopulismus (Zeitpunkt: 2004!) am Beispiel der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Zu Beginn macht er deutlich, dass in der gegenwärtigen politischen Situation die Thematik der Gleichstellung zwischen Mann und Frau allgegenwärtig sei und auch von so gut wie keiner Partei öffentlich in Frage gestellt werde. Jedoch gebe es Ausnahmen und bei diesen Ausnahmefällen handle es sich um Akteure, welche dem Rechtspopulismus angehören (vgl. Geden S. 24). Weiter führt er aus, dass Parteien innerhalb des Rechtspopulismus überwiegend von männlichen Akteuren geprägt seien:

„In den entsprechenden Organisationen, etwa der italienischen Lega Nord, dem französischen Front National oder dem belgischen Vlaams Blok, sind Männer weitgehend unter sich. Die unangefochten agierenden Parteiführer sind männlichen Geschlechts, die Frauenanteile in den Parteigremien, unter den Mandatsträgern sowie innerhalb der Mitgliedschaft liegen zumeist weit unter dem Durchschnitt der jeweiligen Länder. Zugleich erhalten rechtspopulistische Parteien ihre Stimmen mehrheitlich von Männern“ (Geden S. 24).

Dienstag, 13. Juli 2021

Umgang mit Rechtspopulismus in der Schule

In diesem Beitrag stellt Luisa Dieringer folgenden Aufsatz vor:

Besand, Anja (2020): Politische Bildung unter Druck. Zum Umgang mit Rechtspopulismus in der Institution Schule; in: Aus Politik und Zeitgeschichte 14-15/2020, S. 4-9, online unter: https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/APuZ_2020-14-15_online.pdf.

Zu Beginn ihres Aufsatzes legt Besand fest, um welche Fragen es ihr hauptsächlich bei dieser Thematik geht. So fragt sie zum einen, wie die politische Bildung in der Schule auf den zunehmenden Rechtspopulismus reagieren soll. Des Weiteren stellt sie zur Debatte, inwiefern die Institution Schule überhaupt von dieser Thematik betroffen ist. Zudem wird beleuchtet, wie und ob sich staatliche Institutionen zu bestimmten gesellschaftlich kontroversen Themen positionieren sollten und was eine solche Positionierung für mögliche Hürden mit sich bringen könnte. Dabei gliedert Besand ihren Aufsatz in vier Teile. Zunächst wird die Problematik aufgerollt, im weiteren Verlauf wird beschrieben, inwiefern die Institution Schule überhaupt betroffen ist, wie Lehrkräfte mit solchen Situationen umgehen und zu guter Letzt, welche Handlungsoptionen bestehen.

Dienstag, 6. Juli 2021

Medienstrategie des Rechtspopulismus

In diesem Beitrag stellt Jana Eisenhardt folgenden Text vor:

Hillje, Johannes (2019): Propaganda 4.0 von Europas Rechtspopulisten; Online-Dossier "Digitale Desinformation" der Bundeszentrale für politische Bildung; https://www.bpb.de/gesellschaft/digitales/digitale-desinformation/290580/propaganda-4-0-von-europas-rechtspopulisten.

In der heutigen Zeit sind Ursachen sowie Mittel für den Erfolg rechtspopulistischer Parteien unmittelbar miteinander verbunden. Aber was sind eigentlich Gründe für den Aufstieg von Rechtspopulisten? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da es viele Faktoren sind, die bei diesem Phänomen zusammenwirken. Einige Beispiele hierfür, die von Hillje angeführt werden, sind die „Wirtschafts- und Währungskrise, Migrationsbewegungen oder soziale Ungleichheit".

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass diese Punkte nicht alleine für den Aufstieg verantwortlich sind. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel von organisatorischen und kommunikativen Strategien, welche rechtspopulitische Parteien bis ins kleinste Detail beherrschen. Dieser besondere Kommunikationsstil unterscheidet sich sehr von dem der etablierten Parteien, da Tatsachen durch ihn vereinfacht, emotionalisiert, polarisiert und skandalisiert werden, so Hillje in seinem Beitrag für die bpb.

Samstag, 3. Juli 2021

Rechtspopulismus in Italien: Lega (Nord)

In diesem Beitrag stellt Morena Dattila folgenden Text vor:

Kitzler, Jan-Christoph (2017): Die Lega Nord in Italien, Bundeszentrale für politische Bildung, Online-Dossier Rechtspopulismus; https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/241034/die-lega-nord-in-italien.

Im Folgenden werde ich diesen Text vorstellen und die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen. Zunächst wird die Lega Nord beschrieben. Gegründet wurde die Partei, die sich selbst ungern als solche benennt, im Jahr 1989 und ist seitdem ein fester Bestandteil der politischen Landschaft. Der Parteisekretär, Matteo Salvini, ist einer der bekanntesten Politiker des rechten Spektrums in Italien.

Donnerstag, 1. Juli 2021

Ist die AfD eine rechtsextreme Partei?

In diesem Beitrag stellt Tanja Achtelik folgenden Text vor:

Thieme, Tom (2019): Dialog oder Ausgrenzung – Ist die AfD eine rechtsextreme Partei?; Bundeszentrale für politische Bildung, Online Dossier Rechtspopulismus; https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/284482/dialog-oder-ausgrenzung-ist-die-afd-eine-rechtsextreme-partei.

Tom Thieme analysierte 2019 das Verhältnis der AfD zum Rechtsextremismus. Die AfD ist bekannt dafür, mit ihren Aussagen Gemüter zu erhitzen und „politische, mediale und wissenschaftliche Aufmerksamkeit“ (Thieme 2019) auf sich zu ziehen. Es wird die Frage gestellt „Wie [..] es die AfD eigentlich mit der Demokratie [hält]?“ (Thieme 2019)

Dienstag, 18. Mai 2021

"Rechtsaußen" von Cas Mudde bei der bpb

Seit heute gibt es das hervorragende Buch "Rechtsaußen. Extreme und radikale Rechte in der heutigen Politik weltweit" von Cas Mudde, das u.a. in der Rechtspopulismus-Vorlesung als Pflichtlektüre dient, als Lizenzausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Dort kann man es für 4,50 € bestellen. Die (treffende) Beschreibung auf der bpb-Website liest sich folgendermaßen:

"Nach 1945 blieben Parteien und Bewegungen am äußersten rechten Rand innerhalb und außerhalb Europas lange Zeit ohne Bedeutung. Mit der Jahrtausendwende, so der Politikwissenschaftler Cas Mudde, habe sich das geändert: Die Terroranschläge des 11. September 2001, die Finanzkrise und Fluchtbewegungen wirkten als Katalysatoren, die der äußersten Rechten global Zulauf bis in die Mitte der Gesellschaften brachten. Mudde wendet sich zunächst der Ideologie und den Themen der äußersten Rechten zu, die ihre Anknüpfungspunkte bei der Skandalisierung von Migration und Integration, aber auch bei der angeblich bedrohten (inneren) Sicherheit, bei Korruption oder in der Außenpolitik verorte. Er stellt Organisations- und Aktionsformen der extremen und radikalen Rechten vor und schaut auf deren Führungspersonal, die Anhänger- sowie die Wählerschaft: Wer steht an der Spitze der einzelnen Parteien und Bewegungen? Aus welchen sozialen Gruppen rekrutieren sich die Parteimitglieder? Welche – auch gewaltbehafteten – Betätigungsfelder hat die äußerste Rechte? Mudde fragt zudem differenziert nach den Ursachen für Zulauf, Erfolg und Akzeptanz rechtsextremer und rechtsradikaler Parteien und analysiert die Rolle der Medien dabei. In nationaler und internationaler Perspektive schaut er auf den politischen Umgang mit der äußersten Rechten, ihre Wirkung im jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Gefüge der Staaten sowie ihre Positionierung in Genderfragen. Zwölf Thesen des Autors zur äußersten Rechten runden den Band ab."

Freitag, 17. Juli 2020

Wie Extremisten versuchen, die Corona-Krise umzudeuten

Ein Hinweis von Emily Ettelt

Der Artikel „Das Virus als Mittel zum Zweck: Extremistische (Um-)Deutungen der Corona-Pandemie“ von Manjana Sold und Clara-Auguste Süß wurde am 04.05.20 auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht. Die Autorinnen beschäftigen sich mit islamistischen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Akteuren und veranschaulichen deren Versuche, die Corona-Pandemie zu ihren Gunsten zu nutzen. Ebenso beschäftigen sie sich mit dem umstrittenen Thema ‚Verschwörungstheorien‘ und welche Risiken die Aussagen der Rechtspopulisten und -extremen bergen. Grundlage des Artikels ist der englischsprachige Beitrag „The Coronavirus as a Means to an End: Extremist Reinterpretations of the Pandemic“.

Mittwoch, 15. Juli 2020

Ungarn nach 10 Jahren Orban

Ein Hinweis von Lukas Gotthelf

Im Beitrag „10 Jahre Fidesz-Regierung: Lage der Demokratie in Ungarn“ von der Bundeszentrale für politische Bildung vom 30.04.2020 wird eine kurze Bilanz zu Ungarn unter der Regierung von Victor Orban gezogen. Dabei wird aufgezeigt, wie die Fidesz sich daran machte, demokratische Grundprinzipien wie Pressefreiheit, Unabhängigkeit der Justiz, Menschenrechte, den Schutz von Minderheiten und die Freiheit der Wissenschaft zu untergraben.

Freitag, 3. Juli 2020

Entwicklung des Rechtspopulismus in den USA

Ein Hinweis von Sarah Hummel

Die Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlichte am 9. Januar 2017 einen Artikel von Heike Buchter, in dem es um die Entwicklung des Rechtspopulismus in den USA geht: "Der Aufstieg der Rechtspopulisten in den USA". Der Rechtspopulismus ist in den USA nicht erst seit Donald Trump ein Problem. Die Wurzeln liegen weitaus tiefer. Der Artikel verschafft einen Überblick über die Themen, die schon lange ein Problem darstellen, und wie Trump sie aufgriff und dadurch immer mehr Wähler*innen für sich gewinnen konnte.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Rechtspopulismus: USA und Europa im Vergleich

Ein Hinweis von Raphael Großmann

Im Text von Prof. Dr. Christian Lammert Rechtspopulismus in den USA und in Europa im Vergleich“ erklärt er anfangs die zentralen Eigenschaften von Populisten. Im zweiten Teil erklärt er sehr gut die grundlegenden Aspekte des Rechtspopulismus in den USA. So unterscheidet und erklärt er die zwei Hauptbewegungen (agrarischer und politischer Populismus), die Rhetorik Trumps sowie Trumps Politik. Im letzten Abschnitt geht Lammert auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Rechtspopulismus in den USA und in der EU ein.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Aufsatz zur FPÖ und Vergleich mit der AfD

Ein Hinweis von Elena Lohr

Der Aufsatz „Rechtspopulismus in Österreich. Zur Entwicklung der Freiheitlichen Partei Österreich“ von Franz Fallend, Fabian Habersack und Reinhard Henisch (APuZ 34-35/2018) steht im Volltext auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung und setzt sich mit dem in vielen europäischen Ländern mittlerweile zur „Normalität“ gehörenden Rechtspopulismus auseinander.

Thematisiert wird anfangs die Entstehung der Freiheitlichen Partei Österreichs, welche zunächst mit einer radikalen Systemkritik begann und in einem Wahlerfolg mündete. Anschließend liegt der Fokus auf den Motiven der Wähler*innen, deren Sozialprofilen und Einstellungen, und dem Aufwind der Rechtspopulisten. Im abschließenden Teil wird ein Vergleich mit der AfD unter der Fragestellung „Die AfD - eine ‚andere FPÖ‘?“ angestellt.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Wie Russland den rechten Rand in Europa unterstützt

Ein Hinweis von Anastasia Huck

Am 24.07.17 veröffentlichte Benjamin Bidder auf der bpb-Website den Artikel „Vereint gegen liberale Werte: Wie Russland den rechten Rand in Europa inspiriert und fördert". Er hat von 2009 bis 2016 als Korrespondent in Moskau gearbeitet. Dieser Artikel zeigt Russlands Partnerschaften mit rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Partein in verschiedenen europäischen Ländern und verdeutlicht die Ziele dahinter.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Rechtspopulismus und Schule

Ein Hinweis von Janina Gruber

Der Aufsatz „Politische Bildung unter Druck. Zum Umgang mit Rechtspopulismus in der Institution Schule“ von Anja Besand (APuZ 14-15/2020) geht zunächst auf die Frage ein, ob rechtspopulistische Positionen in Bildungskontexten thematisiert werden sollen. Anschließend beschäftigt er sich mit den Auswirkungen des Rechtspopulismus auf die Schule. Auch auf die Frage, wie Lehrer/innen auf antidemokratische Zwischenfälle reagieren können, wird eingegangen. Abschließend wird diskutiert, welche Schwierigkeiten und Handlungsperspektiven sich im Hinblick auf rechtspopulistische Herausforderungen ergeben.

Samstag, 21. März 2020

Online-Dossier der bpb zum Rechtspopulismus

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) stellt - online und kostenlos - eine Fülle an Materialien zum Thema Rechtspopulismus zur Verfügung. Besonders hinweisen möchte ich auf das laufend aktualisierte Online-Dossier Rechtspopulismus, das eine wahre Fundgrube darstellt. Einige wenige Beispiele:

Donnerstag, 9. Januar 2020

Populismus-Einführung bei der bpb

Seit heute ist eines der besten Bücher zum Thema Populismus, die deutsche Übersetzung der "sehr kurzen" Einführung von Mudde/Rovira Kaltwasser bei der bpb für 4,50 € bestellbar. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen...